Montag, 1. Oktober 2007

Vom Gewinnen der Essenz der Atmosphäre.

Hallo, hallo.
Heute einmal ein Text mit recht wenig Albernheiten - zumindest hoffe ich das.
Nachdem ich heute dazu gekommen bin, das neue musikalische Meisterwerk der unglaublichen Gottformation Ulver zu genießen, - es trägt übrigens den schönen Namen "Shadows of the Sun" - habe ich mich ernsthaft gefragt, was mich dazu veranlasst die Atmosphäre, die Garm und seine Crew zaubern, so unglaublich zu genießen, und was solch eine Atmosphäre wirklich ausmacht.
Niemand soll auch nur ansatzweise nachempfinden, was mir beim Hören dieses Albums widerfährt, - vermutlich kennt es sowieso niemand, der diesen Text liest - aber ich bitte dennoch darum, zu versuchen, das hier Folgende nachzuvollziehen.
Man stelle sich einen Raum vor. Es ist dunkel. Ein einsames Bett steht dort. Und ein Fernseher, der leise vor sich hin rauscht, auf dem Schirm nicht mehr als Schneetreiben zu erkennen.
Der Rest der Einrichtung ist nicht von Belangen. Auf dem einsamen Bett liegt einsam eine Person.
Männlich oder weiblich, es ist nicht von Interesse. Tot, halbtot, in Trance oder lebendig, es ist ebenfalls nicht von Interesse. Sie liegt dort regungslos. Das einzige Licht stammt vom rauschenden, verschneiten Fernseher, dessen Schimmern das ganze Zimmer unwirklich, fremd, ja, beinahe gespenstisch, aber dennoch nicht unheimlich erscheinen lässt. Man kann sich in dieser Surrealität fast schon geborgen fühlen. Hin und wieder, aber nur sehr selten, formt sich ein Bild auf dem Schirm des Fernsehers. Natürliches Licht, aus dem Inneren eines elektronischen Gerätes scheinend, durchflutet warm das Zimmer, nur für den Bruchteil einer Sekunde.
Ziemlich tiefgründig, was? Und sowas ist das Produkt überschüssiger Zeit. *sigh*